Bausinn stärkt Klima auf der Baustelle

Am 25. Oktober fand unmittelbar auf der der Baustelle des neuen Berufsbildungszentrums des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbandes SMGV, ein Mediengespräch statt. (Bild: Bausinn)

Seit 1990 haben sich die Treibhausgasemissionen in Gebäuden um ein Viertel reduziert. Doch noch immer besteht in der Bauindustrie ein grosses Potenzial für die Einsparung von CO2. Die Bauindustrie ist in der Schweiz eine Schlüsselindustrie mit grosser Verantwortung. Daher wurde 2015 auf Initiative von AM Suisse Bausinn.ch gegründet um die Interessen der Bauwirtschaft zu fördern. Bausinn.ch setzt sich für mehr Wertschätzung der Schweizer Baubranche und den Berufsstolz der Baufachkräfte ein. Der Wirtschaftszweig trägt mit 6 % zum BIP der Schweiz bei. Über 370 000 Mitarbeitende und 25 000 Lernende in über 50 Berufen leisten ihren Beitrag zur gebauten Schweiz.

Am 25. Oktober fand unmittelbar auf der der Baustelle des neuen Berufsbildungszentrums des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verbandes SMGV, das auch von den Verbänden der Schreiner und der Coiffeure genutzt wird, ein Mediengespräch statt. Christoph Andenmatten, Präsident von bausinn.ch und Direktor von AM Suisse erklärte: „Wir haben seit der Gründung von bausinn.ch schon einiges erreicht – die Berufe der Trägerorganisationen von bausinn.ch werden in den Medien positiv wahrgenommen und erhalten immer wieder eine breite Berichterstattung. Doch bausinn.ch hat noch mehr vor. So haben wir nicht das Ziel, die über 60 Bauverbände als Trägerorganisationen zu gewinnen, doch möchten wir weitere Baubranchen stärker einbeziehen. Wie bisher wollen wir wichtige Zukunftsthemen zur Baubranche aufnehmen.“

Bauprojekte sind hochkomplex – auch beim SMGV-Bauprojekt arbeiten rund 30 Firmen und 130 Mitarbeitende an der Sanierung des Altbaus und der Erstellung des Neubaus. Ihr Zusammenspiel prägt das menschliche Klima auf der Baustelle, die Effizienz im Ablauf und die Qualität der Resultate. Wie der Stellenwert des Klimaschutzes in der öffentlichen Wahrnehmung steigt, erleben wir alle seit einigen Monaten. Für den Bau hat Klimaschutz jedoch vor allem auch eine wirtschaftliche Komponente.

Gebäude bieten grosses Einsparungspotenzial bei Treibhausgasemissionen
Gemäss BAFU werden 26 % der Treibhausgasemissionen der Schweiz durch Gebäude verursacht. 32 % durch den Verkehr (ohne Flugverkehr), 23 % durch die Industrie, 19 % durch die Landwirtschaft und Abfallbehandlung sowie den Ausstoss von synthetischen Gasen. Seit 1990 konnten die Treibhausgasemissionen von Gebäuden immerhin um 26 % gesenkt werden. Damit belegt der Bereich Gebäude den Spitzenplatz bei der Reduktion der Emissionen. Die Industrie konnte die Emissionen in diesem Zeitraum um 18 % vermindern. Doch auch bei den Gebäuden noch sehr viel Potenzial.

Der dritte Bausinn-Award
Zum dritten Mal wurde auch in diesem Jahr der Bausinn-Award ausgeschrieben. 15 Firmen werden im Februar 2020 im Landesmuseum Zürich mit dem Bausinn-Award ausgezeichnet. Christoph Andenmatten, erklärte hierzu: «Unternehmen mit vorbildlichem Bausinn geben der Baubranche ein Gesicht. Sie stehen stellvertretend für die rund 70 000 Unternehmen.

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