Hitzeschutz im Einklang mit Tageslicht

Von Jahr zu Jahr steigen in der Schweiz die Temperaturen, vor allem Sommertage mit Maximaltemperaturen über 25°C haben zugenommen. Auch Architektur und Bau beschäftigt dieses Thema zunehmend. Räume sollen mit Tageslicht durchflutet sein, aber auch vor Überhitzung geschützt werden. Dies erfordert einerseits eine Anpassung der Bauweise, andererseits die Berücksichtigung von wirkungsvollen Hitzeschutzmassnahmen. Die steigenden Temperaturen, vor allem im Sommer, haben auch eine direkte Auswirkung auf Gebäude. An heissen Tagen kann es drinnen unter Umständen unangenehm warm werden. Vor allem Dachgeschosswohnungen haben oft den Ruf, im Sommer besonders heiss zu werden. Mit einer cleveren Bauweise und den richtigen Hitzeschutz-Massnahmen gibt es keinen Grund zur Sorge. Betrachtet man zudem die Vorzüge der verschiedenen Lösungen, haben diese neben dem effektiven Schutz vor Hitze auch weitere Vorteile.

Die entscheidenden Parameter für den Hitzeschutz
Hitzeschutz und Tageslicht müssen kein Widerspruch darstellen, sofern beides in der Planung und im Bau berücksichtigt wird. An der Swissbau 2020 haben auf Einladung von VELUX und Minergie Schweiz mehrere Entscheidungsträger dieses Thema diskutiert. Andreas Meyer Primavesi, Geschäftsleiter MINERGIE, versteht die Thematik Tageslicht versus Überhitzung als wichtige Basis in der Bauplanung, mit der sich die Branche in Zukunft noch stärker auseinandersetzen und für Lösungsansätze sensibilisieren muss. Drei entscheidende Parameter, die bei der Planung zu berücksichtigen sind, nennt Patrick Hertig, BSc FH Holztechnik, Gartenmann Engineering AG: «Die Ausrichtung des Gebäudes, der g-Wert der Verglasung in Kombination mit einem aussenliegenden Hitzeschutz, sowie die Wärmespeicherfähigkeit (Bauweise) können als zentrale Einflussgrössen für den sommerlichen Wärmeschutz definiert werden». Dabei müssen vor allem Dachraumsituationen von Fall zu Fall im Detail untersucht werden.

Dass solche Parameter nicht zwingend eine Auswirkung auf die Gestaltung eines Objekts haben müssen, findet Andrea Rüedi, Projektleiter Energie + Nachhaltigkeit bei der Stadt Chur: «Eine bewusste Wahl der Baumaterialien, aussenliegender Sonnenschutz, Blendschutz auf der Innenseite und aktive Nachtauskühlung sind zentrale Kriterien, die ein optimales Raumklima schaffen – ohne Abstriche beim gestalterischen Entwurf.»

Das richtige Zubehör für jeden Anspruch
Wie von Andrea Rüedi zum Ausdruck gebracht, ist es nebst der Masse und der Art der Baumaterialien wichtig, auch den aussenliegenden Sonnenschutz, den Blendschutz sowie die aktive Nachtauskühlung beim Hitzeschutz für ein optimales Raumklima zu berücksichtigen. Welcher Lösungsansatz zur Regulierung der Raumtemperatur am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Ansprüchen des Hauseigentümers beziehungsweise des Mieters ab. So ist zum Beispiel zu beachten, ob neben Hitzeschutz auch Verdunkelung oder Lärmschutz erwünscht ist und ob freier Tageslichteinfall und offener Blick nach Draussen gewährt werden soll. Grundsätzlich leisten Flachdach- und Dachfenster aber einen wesentlichen Beitrag für gutes Wohnen unter dem Dach und mit den richtigen Hitzeschutzprodukten halten sie dem scheinbaren Widerspruch von Tageslicht und Hitze entgegen. Eine moderne Dreifachverglasung für Dachfenster weist einen g-Wert (Gesamtenergiedurchlass nach Norm EN410) von 0,45 – 0,55 auf. Mit einem Aussenrollladen senkt man diesen Wert auf unter 0,05. Somit kann mit dem richtigen Hitzeschutz bis zu 94 % der eintretenden Wärmestrahlung durch die Verglasung abgehalten werden.

VELUX Aussenrollläden halten nicht nur Hitze ab, sondern verdunkeln den Raum auch bei hellem Tageslicht vollständig und schützen darüber hinaus vor Lärm. Diese Eigenschaften machen Aussenrollläden zur idealen Lösung für Schlafzimmer. In Räumen, in denen natürliches Licht essentiell wichtig ist, wie etwa in der Küche, im Wohnzimmer oder im Home Office, bietet sich die VELUX Hitzeschutz-Markisette an. Neben dem Schutz vor der Hitze unterm Dach lässt die Markisette genügend Tageslicht in den Raum, dass es beispielsweise fürs Kochen, Spielen oder Arbeiten noch angenehm hell ist. Auch der Ausblick durchs Fenster bleibt erhalten.

Kühlen mit Dachfenster – effizient durch Automatisierung
Um Dachräume vor Überhitzung zu schützen, ist es zudem wichtig, nachts ausreichend zu lüften. Damit sich die Fenster bei Regen schliessen oder falls die Fenster in der Nacht nicht durchgehend geöffnet sein sollen, lohnt sich eine Automatisierung.  Die VELUX Dachfenster und die dazugehörigen Hitzeschutzprodukte können mit dem als Zubehör erhältlichen Smart-Home-System VELUX Active per Smartphone und Sprachsteuerung bedient werden.  Das System arbeitet mit Sensoren, die das gewünschte Raumklima steuern und berücksichtigt die Daten der Wetterdienste. Eine Dachfenster-Steuerung reguliert mittels automatisierter Fensterlüftung und automatischem Hitzeschutz das Raumklima, kann aber auch individuell bedient werden.

Die Kombination aus bewusster Auswahl der Baumaterialien sowie den passenden Hitzeschutz-Massnahmen inklusive Automatisierung der Nachtauskühlung führt zu einem optimierten Raumklima und lässt somit keinen Widerspruch von Tageslicht und Hitzeschutz erkennen. Bauen mit viel Tageslicht ohne Überhitzung setzt aber viel Wissen im Umgang mit der Strahlkraft der Sonne voraus. «Genügend Tageslicht ins Gebäude zu bringen ohne es zu überhitzen wird gebäudetechnisch und architektonisch anspruchsvoller. Ich denke, das wird uns gelingen – und die Schweizer Architektur sichtbar verändern», vermutet Andreas Meyer Primavesi.

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