Kompletttester für Netzwerke

Zur Charakterisierung von Mobilfunkverbindungen oder bei der Durchführung von Ethernet-Tests werden auf Baustellen spezielle portable Netzwerktester eingesetzt. Nicht immer sind die Testzugänge für diese Geräte jedoch leicht zugänglich: Manche befinden sich in Schächten, andere sind auf Funkmasten befestigt. Aus diesem Grund hat die VIAVI Solutions Inc. mit dem MTS-5800 ein portables Messgerät entwickelt, das durch sein geringes Gewicht sowie seine kompakten Abmessungen auch an schwer zugänglichen Stellen verwendet werden kann. Als kleinster Handtester der Branche führt der MTS-5800, der von der ANEDiS Antennen und Netzkomponenten-Distribution GmbH vertrieben wird, eine Vielzahl an Tests gleichzeitig auf zwei Ports mit Geschwindigkeiten von bis zu 100G durch – hierzu zählen unter anderem Tests nach RFC2544 und Y.1564 SAMComplete oder der TrueSpeed-Test nach RFC6349. Zudem kann das Gerät zu einem vollwertigen Glasfaser-Tester umfunktioniert werden, der in der Lage ist, die Beschaffenheit der Glasfaserstrecken zu analysieren, zertifizieren und dokumentieren.
„Vor ein paar Jahren waren 100G-Tester noch 19-Zoll-Geräte, die bis zu 20 Kilogramm gewogen haben“, erklärt Matthias Kumitz, Supportspezialist Datacom/IP bei der ANEDiS Antennen und Netzkomponenten-Distribution GmbH. „Zwar geht der Trend hin zu kleineren Geräten, dennoch sind die Messinstrumente auch heute noch oftmals zu unhandlich im Hinblick auf schwer zugängliche Arbeitsorte“, so der Experte. Daher vertreibt die ANEDiS mit dem MTS-5800 nun einen tragbaren Kompletttester, der ein leichtes Handling auf der Baustelle gewährleistet.
„Neben den technischen Leistungsmerkmalen wurde deshalb bei der Entwicklung des neuen Messgeräts ein besonderes Augenmerk auf die bauliche Kompaktheit gelegt“, erläutert Kumitz. „Dementsprechend misst der MTS-5800 nur 24,12 cm in der Breite, 17,78 cm in der Höhe und ist nur 8,0 cm dick“.  Das macht den Tester, der aufgrund der kompakten Abmessungen lediglich 2,45 kg wiegt, zum kleinsten portablen All-in-One-Telekommunikations-Messgerät, das sich bestens für den Feldeinsatz eignet.

Viele Tests bei höchster Datenübertragungsrate möglich
Trotz der geringen Grösse ist das VIAVI-Gerät in der Lage, durch seine Vielzahl an Schnittstellen die Funktionen mehrerer Einzelgeräte zu kombinieren. Dank der schnellen und anpassungsfähigen Übertragung ist der MTS-5800 ausserdem in der Lage, spezielle Ethernet-Tests effizient und zeitsparend durchzuführen; gleiches gilt auch für auf Nanosekunden genaue Latenzmessungen. So eignet sich der Test nach  RFC2544, welcher von VIAVI zusätzlich optimiert wurde, beispielsweise ideal zur Inbetriebnahme von Single-Service-Ethernet-Produkten. Der Test nach Y.1564 SAMComplete prüft hingegen schnell und einfach Ethernet-KPI’s für Multiservice-Dienste, während der TrueSpeed-Test nach RFC6349 die tatsächliche Bandbreite einer Verbindung überprüft. „Diese Messung liesse sich zwar auch mit einem PC ausführen, die Standardhardware kann die geforderten Leistungen aber nicht unabhängig von der verwendeten CPU erbringen“, gibt Kumitz zu Bedenken. Im Vergleich dazu arbeitet der MTS-5800 unabhängig von etwaigen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Daher ist es möglich, dem Kunden auch bei besonders hochbitratigen Ethernet-Verbindungen aufzuzeigen, ob er wirklich die bezahlte Bandbreite erhält.

Modulare Erweiterung und einfache Bedienung
Durch die Adaption von Erweiterungsmodulen auf der Rückseite kann der MTS-5800, der eigentlich ein reiner Ethernet-Tester ist, obendrein zu einem vollwertigen Glasfaser-Tester umfunktioniert werden. Mit diesem ist es möglich, Fehlerstellen an Glasfasern zu lokalisieren oder die Beschaffenheit der Leitung zu analysieren, zertifizieren und zu dokumentieren.
Zum besseren Verständnis der vielfältigen und komplexen Tests legte VIAVI bei der Entwicklung des MTS-5800 ausserdem einen besonderen Fokus auf eine möglichst einfache und selbsterklärende Bedienung. „Um beispielsweise eine Messung zu starten, sind immer die gleichen drei Schritte notwendig: Erst muss der Anwender die Übertragungsrate konfigurieren, danach die Testart und schliesslich die Schnittstelle auswählen. So kann ein Test mit nur drei Mausklicks gestartet werden“, erläutert Kumitz. „Dadurch, dass das Vorgehen so strikt vorgebeben ist und eine klare Struktur aufweist, treten weniger Verständnisschwierigkeiten beim Techniker auf. Bedienungsfehler können in der Folge deutlich reduziert werden, was auch den zeitlichen Aufwand der Arbeiten minimiert“.
Gleiches gilt auch für die Ergebnisanzeige bei standardisierten Tests, die am Ende einer jeden Messung auf der linken Seite des Displays selbsterklärend entweder in grün – für bestanden – oder in rot – für nicht bestanden – angezeigt wird. Auf der rechten Seite leuchtet derweil das Prüfungsprotokoll mit den wichtigsten Parametern wie etwa den KPI’s, dem Durchsatz und der Latenz auf, was eine abschliessende Analyse oder Fehlerdiagnose erleichtert. Die Cloud-fähige Softwarelösung StrataSync von VIAVI speichert die Testdaten unterdessen zentralisiert und vereinfacht somit den Austausch von Messinformationen und der Gerätekonfiguration. Sollten trotz dieser Hilfestellungen beim Auslesen der Daten Schwierigkeiten entstehen, kann sich ein Spezialist von der Ferne aus auf das entsprechende Gerät einloggen und eine Fernwartung durchführen.

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