Steigende Preise im Wohneigentum

Für 2019 erwarten 38% der antwortenden Immobilienexperten für ihr Marktgebiet steigende Preise, weitere 2% erwarten sogar stark steigende Preise im EFH-Segment.

Die jährliche Immobilienumfrage des Hauseigentümerverbands (HEV) geht von weiterhin sinkenden Mieten und leicht steigenden Preisen für Wohneigentum aus. Die Anzahl neu gebauter Einfamilienhäuser sinkt stetig. Dennoch träumen immer noch viele Menschen in der Schweiz davon, im eigenen Haus zu wohnen. Das stellt der Hauseigentümerverband in seiner jährlichen Befragung von Immobilienexperten fest. Da ist es kein Wunder, dass die Preise weiterhin ansteigen. Nach einer kurzen Verschnaufpause in den letzten zwei Jahren, erwarten bereits wieder 40% der befragten Experten steigende Preise für Einfamilienhäuser. Weiterhin gibt es bei den Einschätzungen relativ grosse regionale Unterschiede. Bei den Eigentumswohnungen erwarten die Experten mehrheitlich gleichbleibende Preise. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich hier die Entwicklung in den verschiedenen Regionen wieder angeglichen.

Sinkende Mieten in der ganzen Schweiz
Die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern mit Mietwohnungen scheint sich etwas stabilisiert zu haben, schreibt der HEV weiter. Im Vergleich zum Vorjahr beobachten weniger Experten eine steigende Nachfrage (39 % statt 55 %). Gleichzeitig meldeten 39 % von ihnen ein sinkendes Angebot. Auch bei den Preisen scheint sich eine gewisse Stabilisierung zu zeigen, Dennoch beobachteten immer noch über die Hälfte der Experten in den vergangenen 12 Monaten steigende oder sogar stark steigende Preise für Mehrfamilienhäuser. Gleichzeitig erwarten über die Hälfte der Befragten auch im kommenden Jahr rückläufige Mieten. «Die Entwicklung der letzten Jahre setzt sich in diesem Segment also fort: aufgrund des Anlagenotstands sind Investitionen in Renditeobjekte weiterhin interessant, auch wenn die Renditen durch die hohen Preise und die rückläufigen Mieten gesunken sind», heisst es weiter.

Geschäftsflächen unverändert pessimistisch
Die Situation für Büro- und Geschäftsflächen ist nach wie vor schwierig. Durchs Band und für alle Lagen, ist nach Einschätzung der Experten die Nachfrage nach solchen Flächen rückläufig. Für die sehr guten Lagen in den Zentren der grossen Städte sind sie leicht optimistischer eingestellt, doch auch hier machen sich die Schwierigkeiten des Detailhandels bemerkbar. Durch die Digitalisierung kaufen Kunden vermehrt im Internet ein und auch die Büroflächen können durch neue Arbeitsmodelle wie Home-Office reduziert werden.

www.hev-schweiz.ch